Juniorwahl zur Bundestagswahl 2025: Das GGI hat gewählt


In der vergangenen Woche gaben am Gymnasium Groß Ilsede insgesamt 377 von 538  Schüler*innen der Jahrgänge 8-13 im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimme ab (Wahlbeteiligung 70,1%). Hierzu hatte eine Woche lang ein Wahllokal in jeder großen Pause in der Aula geöffnet. 

Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte fieberten dem Wahlergebnis entgegen. Freitag nach der 6. Stunde zählten die 20 freiwilligen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer des Politikgrundkurses innerhalb von zwei Stunden die Stimmen aus. Hierbei wurden die Wählerverzeichnisse ausgewertet, die Wahlbeteiligung bestimmt, Wahlzettel sortiert, über zu überprüfende Stimmzettel abgestimmt und letztendlich die Stimmen ausgezählt. 

Niklas Bondzio, Lehrer für Politik-Wirtschaft und Sport, verrät: „Zwischenzeitlich war den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern die Erschöpfung eines langen Schultages anzumerken. Umso mehr freut es mich, wie konzentriert und engagiert die Jugendlichen die Stimmen ausgezählt haben – und dies wohlgemerkt in ihrer Freizeit.“

Wahlergebnis Erststimmen

Bei der Auszählung der Erststimmen konnte sich mit deutlichen Abstand Hubertus Heil von der SPD mit 47,2% der Stimmen durchsetzen. 

Wahlergebnis Zweitstimmen

Bei der Auszählung der Stimmen konnte die DIE LINKE mit 29,3 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von der SPD mit 18,9 Prozent der Stimmen. 

Die Auszählung der Stimmen ergab folgende Verteilung:

DIE LINKE: 29,3%

SPD: 18,9%

CDU: 15,7%

AfD: 11,5%

Grüne: 9,3%

BSW: 4,3%
Volt: 3,5%
FDP: 2,4%
Sonstige: 5,1

Niklas Bondzio, Lehrkraft für Politik-Wirtschaft und Sport: „Es liegt eine spannende und erfolgreiche Wahlwoche hinter uns. Die Schülerinnen und Schüler konnten realitätsnah simulieren, wie eine ‚richtige‘ Wahl abläuft. Ich denke durch die Wahlsimulation konnten mögliche Ängste oder Hemmungen vor der ‚richtigen‘ Wahl abgebaut werden, sodass ich optimistisch bin, dass die Jugendlichen auch zukünftig an Wahlen teilnehmen werden. Besonders erfreulich war es für mich, dass auch schon 6. und 7. Klässler an der Wahl teilnehmen wollten. Dies zeigt, dass unabhängig von der Jahrgangsstufe großes Interesse an politischen Geschehnissen besteht.

Schülerinnen und Schüler des Politik-Grundkurses bereiteten die Juniorwahl vor

Dass die Wahl überhaupt in diesem Ausmaß durchgeführt werden konnte, ist vor allem dem Engagement der Schülerinnen und Schüler des Politik-Grundkurses zu verdanken. In den Wochen vor der Wahl haben die Schülerinnen und Schüler des Kurses Wählerverzeichnisse erstellt, Wahlbenachrichtigungen an die Schülerinnen und Schüler verteilt und die Bundestagswahl als Vorbereitung auf den Wahlakt in den Unterricht mit eingebunden. „Mein Politik-Wirtschaftskurs organisiert die Wahl am Gymnasium Groß Ilsede, führt diese durch und zählt die Stimmen aus. Sie sind quasi die unverzichtbaren Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, während ich im Hintergrund nur als Berater tätig bin“, verrät Niklas Bondzio, Lehrer und Betreuer des Schulprojekts am Groß Ilseder Gymnasium. 

Der Politik-Wirtschaftslehrer zeigt sich begeistert von dem Engagement seiner Lerngruppe: „Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur während der Schulzeit die Juniorwahl vorbereitet, sondern auch in ihrer Freizeit. Beispielsweise erstellten Sie Infoplakate zu den großen Parteien, um alle Schülerinnen und Schüler bestens zu informieren. Des Weiteren fertigten Sie Kurzvideos mit den Direktkandidierenden des Wahlkreises an, die dann im Unterricht thematisiert werden konnten.“ Bei der Juniorwahl sind nicht nur die volljährigen Schülerinnen und Schüler wahlberechtigt, sondern alle Jugendlichen der Jahrgänge 8 bis 13. 

Ziel der Juniorwahl

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie, indem die Bundestagswahl realitätsnah simuliert wird. Die Schülerinnen und Schüler sollen „möglichst frühzeitig für demokratische Entscheidungsprozesse sensibilisiert und für demokratische Mitwirkung begeistert werden“, erklärt Bondzio. Für den Politik-Wirtschaftslehrer ist es bereits ein kleiner Erfolg, wenn sich die Schülerinnen und Schüler in den Pausen oder Zuhause über die Wahl ausgetauscht haben. 

Hintergrund Juniorwahl

Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich schon mehr als 3 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

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