Beethovens Neunte verbindet Comeniusschüler am Gymnasium Groß Ilsede

 

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In vollbesetzter Aula präsentierte das Gymnasium Groß Ilsede gemeinsam mit seinen Comeniuspartnern aus Spanien, Estland und England ein Konzert der Extraklasse.
Schon die Eingangsperformance zu „The Chair-man oft he Bored“ riss die Zuschauer in ihren Bann. Es wurde mucksmäuschenstill und alle lauschten gebannt dem rhythmischen Klatschen, Stampfen und Schnipsen der 20 Comeniusschüler. „Es ist beeindruckend, welche Spannung und Rhythmik man mit normalen Alltagsbewegungen erreicht, wenn diese von mehreren Personen gleichzeitig ausgeführt werden“, schwärmt Stefan Obst, ehemaliger Schüler des GGI.
Nun folgten die Länderpräsentationen, in denen jedes Land landestypische musikalische Werke darstellte/vorstellte. Auf einer großen Leinwand lief gleichzeitig

eine Bildershow, die die Musik mit wechselnden Impressionen aus den jeweiligen Ländern illustrierte.

Die Ilseder Schüler eröffneten den deutschen Programmpart mit einem Flötenquartett von Mozart. Anschließend präsentierten sie klassisch arrangiertes deutsches Volksliedgut  und beendeten den Auftritt der deutschen „Delegation“ mit dem Lied „Wir beiden“ von Juli.
Es folgten die Spanier, die mit perfektem Gesang mehrstimmige Volksweisen aus Galizien, Andalusien und Madrid präsentierten.
Die estnischen Schüler präsentierten romantische Volksweisen und eine traditionelle Polka. Die erst dreizehnjährige Estin begeisterte mit ihrem Stimmvolumen und ihren vielfältigen musikalischen Talenten an Geige, Maultrommel und Zitter.
Die britischen Gäste faszinierten durch wunderschöne Stimmen und gestalteten Lieder wie „What a wonderful day“ oder ein Abba-Medley, was zwar nicht unbedingt Great Britain repräsentierte, aber trotzdem überzeugte.
Im Anschluss an die Länderpräsentationen erfolgte ein länderübergreifender experimenteller Umgang mit der Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ aus Beethovens Neunter Sinfonie. Viele Darstellungen behandelten die Themen „Krieg und Frieden“, „Reichtum und Armut“, „Freundschaft und Leid“. Eine fröhlich spielende Querflöte wurde im Handumdrehen in ein Maschinengewehr umfunktioniert, und der zart anmutende Gesang der Hymne verwandelte sich in ein aggressives Stampfen und Schreien. Englischlehrerin Daniela Grolle war fasziniert von den vielen Facetten der Hymne: „Unglaublich, was die Schüler in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben und wie kreativ sie mit der Europahymne umgegangen sind.“
Bevor die leicht veränderte Eingangspercussion den Rahmen des Musicdays – oder auch der Musicnight - am GGI schloss, durften die europäischen Gäste und Ilseder Zuschauer musikalische Beiträge Ilseder Schüler genießen. Tanz, Gesang und verschiedene Instrumente eröffneten einen Einblick in die Musikalität und Kreativität der Ilseder Schüler, die stolz waren, für ihre Schule auftreten zu dürfen.
 
 
Irene Mildner, November 2010