„Von guten Mächten wunderbar geborgen“

Das berühmte Gedicht und Lied von Dietrich Bonhoeffer war Thema des diesjährigen Weihnachtsgottesdienstes für Schüler der 8. bis 11. Jahrgangsstufe, der am 19.12.2013 in der kath. Pfarrkirche St. Bernward stattfand. Gemeinsam mit den Religionslehrern Frau Schmidt, Frau Schulz, Herrn Kropf und Herrn Moog gestalteten die Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs diesen Gottesdienst in den vorangehenden Religionsstunden. Darin haben sich die Schüler mit der Weihnachtsgeschichte auseinandergesetzt und beschlossen, diese in die heutige Zeit zu übertragen, um die Bedeutung in der Moderne zu verdeutlichen. So stellten sie Maria und Joseph als asylsuchende Flüchtlinge im Landkreis Peine dar, die sich bei der zuständigen Behörde melden müssen. Da sie auf dem Weg dorthin keine Bleibe finden, kommt das Jesuskind in einer Bushaltestelle zur Welt. Die Geschenke der heutigen Zeit sind finanzieller Natur, beispielsweise ein Bausparvertrag, Geld für die universitäre Ausbildung sowie den Führerschein.

In mehreren Anspielen haben sich die Schüler mit der Botschaft des Gedichtes „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ beschäftigt und die darin zum Ausdruck kommende Stärke im Glauben Bonhoeffers deutlich gemacht. Die Bedeutung Bonhoeffers fasste Herr Kropf anschließend nochmals anschaulich zusammen. Umrahmt wurden die vorbereiteten Elemente vom gemeinsamen Gesang mehrerer Strophen des gleichnamigen Liedes. Wie schon im letzten Jahr wurde das Friedenslicht im Anschluss an die ebenfalls von Schülern verfassten Fürbitten an alle Gottesdienstbesucher verteilt und die Kirche erleuchtete in hellem Glanz. Dazu griffen die beteiligten Schüler noch einmal die Strophen des Bonhoeffer-Gedichtes auf, erläuterten ihre Gedanken und ordneten jeder Strophe ein Symbol zu, welches sich in den Kerzenuntersetzern widerspiegelte. 

Musikalisch bereichert wurde der Gottesdienst durch die gemeinsam gesungenen Lieder „Kommet ihr Hirten“, „Alle Jahre wieder“ und „Oh du fröhliche“, die Herr Motzka an der Orgel begleitete. Die am Ausgang gesammelte Kollekte zugunsten derPeiner Tafel ergab 142,66€, dazu kamen noch gespendete Lebensmittel. Dafür sei – auch im Namen der Peiner Tafel – allen ganz herzlich gedankt. Der Gottesdienst hat dazu beigetragen, in der stressigen Zeit kurz vor Weihnachten ein wenig Ruhe und Besinnung einkehren zu lassen.

Matthias Moog, Dezember 2013

 

Ein feste Burg ist unser Gott

 

Exkursion der Religionsschüler der 8. Klassen nach Lutherstadt Wittenberg

 

Am ersten Tag des mündlichen Abiturs machten sich 82 Schüler in Begleitung ihrer vier Religionslehrer mit einem Doppeldeckerbus auf nach Lutherstadt Wittenberg. Diese Exkursion knüpfte auf evangelischer Seite thematisch an die Einheit „Reformation – Luther und seine paulinische Grundlage“ an, auf katholischer Seite wurden die Themen „Reformation“ und „Ökumene“ gefestigt. Bei strahlendem Sonnenschein besichtigten die Schüler auf einem Stadtspaziergang die Schlosskirche (welche leider geschlossen war), die Stadtkirche, den Marktplatz mit den Statuen von Luther und Melanchthon, die Luthereiche sowie die Leucorea, die Nachfolgerin der damaligen Universität, an der Luther lehrte. Im Lutherhaus bekamen die Schüler auf einer Führung Einblicke in das Leben und Wirken Luthers, was durch eine kreative Phase ergänzt wurde.

Matthias Moog, 14.05.2013
 
      
 
     

Was ist Wahrheit?

 

Ergebnisse der Religionsschüler des 10. Jahrgangs

 

In der Sequenz „Glaube und Naturwissenschaft“ des Semesterthemas „Glaube – Erkenntnis – Zweifel“ haben sich die Schüler anhand des Rosenexperimentes mit derWahrheitssuche und dem Wahrheitsanspruch der beiden Disziplinen befasst. Ziel war es, Glaube und Naturwissenschaft in Einklang zu bringen und sich nicht damit zufrieden zu geben, dass die Naturwissenschaft den Glauben abgelöst hätte und beide unvereinbar seien. Dass Wahrheit stark perspektivisch geprägt ist, verdeutlichen die verfassten Texte zum Bild einer Rose, aus Sicht eines Botanikers, aus Sicht eines Dichters und aus Sicht eines Pfarrers.

 
Matthias Moog, 11.02.2013
 
 
 
 
 

Botanische Beschreibungen der Rose

 

Die Rose gilt als eine der ästhetischsten Pflanzen. Sie tritt in verschiedensten Farben auf. Die Dornen sprießen aus der Sprossachse und dienen als Schutz vor Feinden. Die Blüte sprüht einen für den Menschen sehr angenehmen Geruch aus. Die Blütenblätter sind kreisförmig angeordnet und liegen in mehreren Schichten übereinander. An der Sprossachse hängen einige leicht stachelige Blätter, welche in der Mitte grün und am Rand braun gefärbt sind. Sie zieht wie jede andere Pflanze ihre benötigten Nährstoffe und das Wasser mit der Wurzel aus der Erde.

 

Auffallend ist die Rose durch die stark ausgeprägte Farbe der Blüten, die in den meisten Fällen bzw. Arten rot ist. Sie ist eine der ästhetischsten Pflanzen unserer Zeit. Das Merkmal der Rose sind die Dornen, die vom Stiel ausgehen und die gezackten Blätter. Sie versprüht einen angenehmen Duft, der schon seit langer Zeit für Wohlbefinden sorgt. Ihre Blüten häufen sich übereinander und sind kreisförmig zur Mitte angeordnet. Der starke Kontrast zwischen dem grünen Blattwerk und der Blüte lässt sie hervorstechen. Das Rot wirkt für natürliche Feinde als Abschreckung. Die Abwehr wird auch durch die Dornen ausgeführt.

 
 
 

Gedichte zur Rose

 

Ein Zeichen der Liebe

Ein Zeichen der Hoffnung

Ein Zeichen der Freundschaft

Ein Zeichen der Trauer

 

Ein Zeichen der Zuneigung

Ein Zeichen der Sehnsucht

Ein Zeichen der Freude

Ein Zeichen der Versöhnung

 

Die Rose, ein Zeichen der Gefühle,

pflege sie und sie wird blühen,

lasse sie allein und du wirst sie verlieren.

 
 
 

Die Rose blüht in voller Pracht,

schön anzusehen auch in der Nacht.

Sie blüht in rot, gelb, rosa und weiß,

sie kann auch dienen für einen Liebesbeweis.

Im Sommer fängt sie an zu blühen,

sie bringt auch Herzen sehr zum Glühen.

Seht nur die Blüte rein und pur,

die Rose ist ein Wunder der Natur.

 
 
 

Andachten zur Rose

 

Rosen sind wie Menschen, sie sind schön, wenn sie jung sind, jedoch ihre Schönheit verblüht in der Jahreszeit der Depressionen. Mit guter Pflege hält sich ihre Schönheit länger, so ist es auch bei den Menschen: wenn sie ihren Körper nicht pflegen, sondern beispielsweise mit Drogen kaputt machen, vergeht ihre Schönheit und Kraft schneller.

 

Stellen Sie sich eine rote, blühende Rose im Sommer vor. Was verbinden Sie damit? Vielleicht verbinden Sie damit die Liebe Gottes oder das Sinnbild für das Leben. Das Leben hält zwar für einige Zeit an, aber irgendwann ist so eine schöne Zeit vorbei. Eine Rose verblüht, aber irgendwann wird sie woanders auf eine neue Art und Weise aufblühen.

Die verschlossene Tür

 

Arbeiten der Religionsschüler der Klassen 5.3/5.4

 

Im Rahmen des Themas „Angst und Geborgenheit“ haben wir die Geschichte „Die verschlossene Tür“ von Paul Maar gelesen. Darin geht es um ein Kind, welches auf dem Dachboden der Großeltern eine Tür entdeckt. Die Neugier in dem Kind ist geweckt, doch es traut sich nicht, die Tür zu öffnen. Der Großvater begleitet und unterstützt das Kind, sagt ihm jedoch, dass es die Tür selbst öffnen müsse, um seine Angst zu überwinden. Die Schüler haben sich Gedanken über die Angst des Kindes gemacht und die Geschichte in Gruppen in einer Bildergeschichte weitergeführt. Hier nun zwei Beispiele, wie es weitergehen könnte.

 

Matthias Moog, 14.05.2013