Musik ist ab der 5. Klasse (Sek. I) Unterrichtsfach. In der Oberstufe (Sek. II) kann Musik auf grundlegendem und erhöhtem Niveau angeboten werden.

Bildungsbeitrag des Faches Musik (Auszug aus dem Kerncurriculum des Ns.Kultusministeriums)

Musik ist ein wesentlicher und unersetzlicher Bestandteil unserer Kultur. Die Beschäftigung mit Musik leistet einen zentralen Beitrag zur kulturellen und ästhetischen Erziehung. Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur und der Musik anderer Kulturen kann interkulturelles Lernen stattfinden. Dadurch wird eine Haltung gefördert, die von Offenheit, Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Musik hat im Leben der Schülerinnen und Schüler einen hohen Stellenwert. Sie ist im Alltag ständig verfügbar und dient als soziales Bindeglied. Daher orientiert sich der Musikunterricht an unserem Gymnasium auch an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Vielfältige Zugangsweisen zu unterschiedlicher Musik werden ermöglicht.

In der Qualifikationsphase werden durch gezielte Schwerpunktsetzungen unterschiedlichste Möglichkeiten differenzierter Auseinandersetzung mit Musik sowohl in künstlerischer als auch in wissenschaftspropädeutischer Hinsicht vermittelt.

Die Ausbildung praktischer und kreativer musikalischer Fähigkeiten fördert individuelles Ausdrucksvermögen. Durch erweiterte Musikpraxis, differenzierendes Hören und Beschreiben von Musik, die angemessene analytische Auseinandersetzung mit ihr, ihre Betrachtung in historischen, biografischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten und die Reflexion darüber führt der Musikunterricht zu einem vertieften und komplexeren Musikverständnis. Während einerseits die Musikpraxis das Hören und das Verständnis von Musik fördert, entwickelt andererseits analytisches Hören, gedankliche Arbeit und Reflexion auch musikalisches Handeln weiter. Hierdurch wird Schülerinnen und Schülern ein fundiertes musikästhetisches Urteilen und damit ein selbstbestimmter, bewusster Umgang mit Musik ermöglicht.

Neue Medien sind selbstverständlicher Teil unseres Alltags und nehmen besonders im Bereich des Musikunterrichts sowohl methodisch als auch inhaltlich eine wichtige Funktion ein. Sie eröffnen weitere Möglichkeiten zur kreativen und analytischen Auseinandersetzung mit Musik; sie können Schülerinnen und Schüler befähigen, eigenständig musikalische Produktionsprozesse nachzuvollziehen.

In diesem Zusammenhang kann ein reflektierter und verantwortungsvoller Umgang mit Medien im Sinne einer kritischen Medienerziehung gefördert werden.

Die Öffnung zu außerschulischen Partnern des regionalen Kulturlebens, Konzert- und

Musiktheaterbesuche sowie die Begegnung und Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern können Bestandteil des Unterrichts sein, sodass die Erfahrung kultureller Vielfalt vertieft wird. Der Musikunterricht der Qualifikationsphase leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherung dieser Vielfalt und für die Qualität der überlieferten und gegenwärtigen Musikkultur, indem er Wege zur mündigen Teilhabe an dieser Kultur aufzeigt. In vielfältigen Musik- Arbeitsgemeinschaften und Projekten, die das Schulleben wesentlich bereichern, in die Öffentlichkeit hineinwirken und künstlerische Erfahrungen ermöglichen, wird diese Teilhabe in besonderer Weise erreicht.

Der Musikunterricht dient zudem der kulturellen Identitätsfindung, unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung und eröffnet Perspektiven für verschiedene musikbezogene Berufe. Die Schule ermöglicht es damit den Schülerinnen und Schülern, Vorstellungen über Berufe und über eigene Berufswünsche zu entwickeln, die über eine schulische Ausbildung oder über ein Studium zu erreichen sind. Der Fachunterricht leistet somit auch einen Beitrag zur Berufsorientierung, ggf. zur Entscheidung für einen Beruf.