Großartiger Grusel:

Ilseder Lateiner Landesbeste im Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Team des 8. Jahrgangs überzeugt mit selbst verfasstem lateinischen Horrorhörspiel

Hankensbüttel KLEIN

 

Vorn von rechts: Natascha Rother, Friederike Riedel, Johanna Eickhof, Emir Sagdani (mit Urkunde), Dima Bergen und Nico Heine. Hinten von rechts: Ronja Hackenberg, Vivien Hofberger, Lukas Thöne und Florian Behlendorf

Fünf Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8.1 und 8.4 des Gymnasiums Groß Ilsede hatten das Publikum auf ihrer Seite, als sie ihren Beitrag zum diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen TEAM Schule im Fach Latein bei der Preisverleihung der Landesbesten auf die Bühne brachten. Unter großem Applaus bewiesen sie, dass der Grusel des 10-minütigen Hörspiels ‚Desertusne?‘ (‚Verlassen?) selbst bei Tageslicht nicht verloren ging. Jugendliche Geisterjäger, ein mitternächtliches Treffen in einem – wie sich herausstellt – nicht ganz so verlassenen Haus, ein merkwürdiger alter Mann, ein Geist, ein Vermisster und jede Menge Missverständnisse sind die Zutaten des selbst verfassten Hörspiels, das mit überraschenden Wendungen, Wortwitz und special effects humorvollen Grusel garantiert.

Kein Wunder also, dass das Hörspiel als landesweit bester lateinischer Beitrag mit einem 3. Landespreis ausgezeichnet wurde.

Außer Johanna Eickhof (8.1), die die Idee und die deutsche Vorlage lieferte, gehörten auch Florian Behlendorf, Ronja Hackenberg, Vivien Hofberger, Friederike Riedel, Natascha Rother, Emir Sagdani und Lukas Thöne   (8.1), sowie Dima Bergen und Nico Heine (8.4) zum Team. Alle haben seit der 6. Klasse Lateinunterricht bei Frau Dr. Bethlehem und zeichnen sich auch dort durch ein hohes Maß an Engagement, außerordentliches intellektuelles Niveau und große Kreativität aus. Mit solchen Schülern und engagierten Lehrern wie in Ilsede wird der Lateinunterricht zum Erlebnis, und auch anspruchsvolle Projekte sind kein Problem.

Inzwischen bereitet sich wieder ein Team aus dieser Klasse auf den nächsten Bundeswettbewerb vor: dieses Mal mit einem Filmprojekt um den Fluch einer Nymphe, Umweltzerstörung und römische Legionäre. Wir dürfen uns auf das Ergebnis freuen.

Madeleine Wagner Landessiegerin

im Rerum Antiquarum Certamen

Groß Ilseder Lateiner zum vierten Mal in Folge erfolgreich im Landesvergleich

rac 2015 16 landessieger loccum teaser 1Madeleine Wagner (4.v.r.) in der Runde der Landessieger vor dem Refektorium des Klosters Loccum (Bild: Liedtke, NAV)

 

Mit einer Preisverleihung in illustrer Runde im mittelalterlichen Refektorium des Klosters Loccum fand am 11. Juni die dritte Runde des Rerum Antiquarum Certamen 2015/16 – ein dreitägiges Auswahlseminar der Studienstiftung des deutschen Volkes – ihren Höhepunkt. Grußworten des Niedersächsischen Altphilologenverbandes und eines Vertreters der Landesregierung folgte der Festvortrag von Prof. Dr. Heiko von der Leyen zum Leben und Werk des verdienten Altphilologen Felix Jacoby. Im Mittelpunkt der Redebeiträge stand die Bedeutung klassischer humanistischer Bildung, die sich nicht – wie heute allzu oft – dem Diktat von Wirtschaft und Finanzen unterwirft, sondern den Menschen im Blick behält.

Diese humanistische Bildung werde von den Preisträgern in besonderem Maße unter Beweis gestellt, denn der Weg zum Landessieg sei kein einfacher: Nach einer anspruchsvollen Klausur musste in der zweiten Runde auch eine wissenschaftliche Arbeit auf Universitätsniveau mit dem Prädikat ‚sehr gut‘ abgeschlossen werden, um den Kriterien der Jury zu genügen.

madeleine stellt vor

Mit einer ausgezeichneten Arbeit zum Vergleich des Konzepts einer Republik in Ciceros großem Werk De Re Publica und in den von den Gründervätern der Vereinigten Staaten als Werbung für die neue Verfassung veröffentlichten Federalist Papers gelang es Madeleine Wagner, die Jury zu überzeugen: Beide Werke sind, so ihr Fazit, Teile eines Ringens um die beste Verfassung, eines auch heute noch andauernden Prozesses von erheblicher Bedeutung für die politische Teilhabe jedes und jeder Einzelnen. Die Aktualität zeigte sie nicht zuletzt mit einem Zitat des amtierenden amerikanische Präsidenten, der in seiner letzten State of the Union Address das Anstreben eines ‚government of, by and for the people‘ fordert.

Stolz durfte Madeleine am Samstag im Beisein der stellvertretenden Schulleiterin, Frau Heßke, und der betreuenden Lehrkraft, Frau Dr. Bethlehem, ihren Preis als Landessiegerin entgegennehmen.         

Besonders freuen wir uns, dass Madeleine Wagners Landessieg bereits der vierte Erfolg und der dritte Landessieg ist, den Schülerinnen und Schüler in ununterbrochener Folge errungen haben – und das, obwohl es als nicht-altsprachliches Gymnasium unter den Mitstreitern beim RAC eine Sonderstellung einnimmt. Bereits 2009/10 wurde Anne-Lena Molke mit einem Sonderpreis ausgezeichnet, 2011/12 folgte Miriam Grefe und zuletzt 2013/14 Sean Reyhn.

Das hohe Engagement der Ilseder Lateinfachschaft trägt Früchte.