Erfolgreiche Wanderausstellung „Konrad Adenauer und die Europäische Integration“ in der Schulaula des Gymnasiums Groß Ilsede
 
Von Montag, dem 13. Februar 2012 bis Donnerstag, dem 23. Februar 2012 war die Ausstellung „Konrad Adenauer und die Europäische Integration“ in der Schulaula des Gymnasiums Groß Ilsede zu sehen.
 
Das Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin hat diese beeindruckende Wanderausstellung erstellt, die, wie viele Einträge im Internet belegen, mit großem Erfolg in Schulen und Bildungseinrichtungen gezeigt worden ist. Dokumentiert wurden die Anfangsjahre der europäischen Einigung unter dem ersten deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer sowie die weitere Entwicklung der Europäischen Union bis heute. Die Ausstellung mit neun frei stehenden Tafeln ist brandaktuell und bot einen guten historischen Überblick. Sie präsentierte eindrucksvoll die Erfolgsgeschichte der EU und ist eine Werbung für Europa.
 

 

Spannender und abwechslungsreicher Ausflug zum Hüttengelände

„ Oh nein, nicht so was“, dachten wahrscheinlich die meisten aus unserer Klasse als uns gesagt wurde, dass wir im Rahmen des Geschichtsunterrichtes eine Exkursion zum Ilseder Hüttengelände machen werden.
Dort angekommen aber haben wir unsere Rallye-Zettel bekommen auf dem 20 Fragen standen, die wir mit Hilfe der Info-Tafel auf dem Gelände beantworten sollten. Hierbei ging es um die Zusammensetzung verschiedener Stahl Sorten, die einzelnen Bauteile des Werkes, wie z.B. der Wasserturm oder die Hochöfen, und vieles weiteres rund um die Ilseder Hütte. Die Exkursion war sehr lehrreich und das Erarbeiten der Lösungen war äußerst spannend, und wir haben sehr viel über die Geschichte der Hütte gelernt. Dies war dann doch ziemlich interessant und hat uns viel Spaß bereitet. Die Suche nach den Tafeln erwies sich als gar nicht mal so schwer, wenn da nicht immer diese weiten Wege von Info-Tafel zu Info-Tafel gewesen wäre, aber dieses Problem lösten die meisten, indem sie einfach querfeldein über den Rasen liefen. Unsere Jungs fanden die Böschung zur Straße runter sehr lustig und liefen diese immer wieder hoch und runter. Zum Schluss wollten dann die meisten am liebsten noch länger bleiben oder noch einmal, allerdings bei besserem und vor allem wärmeren Wetter, das Ilseder Hüttengelände besuchen. Insgesamt war es ein sehr spannender und abwechslungsreicher Ausflug. Als wir dann wieder in der Schule ankamen mussten erst einmal die Heizungen auf “5“ gedreht werden, damit uns wieder warm wurde und die Schuhe einigermaßen trockneten. Zum Schluss noch liebe Grüße an Frau Stolley-Martens, unsere Geschichtslehrerin, die uns bei diesem Ausflug begleitet hat.
 
Kim Stolte, 20.11.2010

„Hände hoch, Sie sind verhaftet“ Ilseder Gymnasiasten gewinnen Geschichtspreis


Im Rahmen einer Projektwoche am Gymnasium Groß Ilsede nahmen 17 Schülerinnen und Schüler an dem bundesweit ausgeschriebenen Schülerwettbewerb "2. Mai 1933. "Hände hoch, Sie sind verhaftet!" Hitlers Helfer überfallen die Gewerkschaftshäuser. Ereignisse - Schicksale - Verantwortungen" teil. Mit ihrem Beitrag über die Geschehnisse in Peine belegten sie den mit 400 Euro dotierten zweiten Platz.

Unter der Leitung der beiden Geschichtslehrerinnen Christine Kießling und Friederike zur Nieden suchten die geschichtsbegeisterten Zehntklässler nach Zeitzeugen und recherchierten im Peiner Stadt- und Kreisarchiv.

Doch die Suche nach Zeitzeugen blieb erfolglos. "Alle potentiellen Zeitzeugen waren entweder verstorben oder unauffindbar", bedauerten die Teilnehmer des Projekts. Dennoch konnten die Schüler einiges über die Besetzung des Gewerkschaftshauses in Peine in Erfahrung bringen. So fanden sie heraus, dass sich der Sitz der Peiner Gewerkschaft - eine Institution, in der sowohl die sozialdemokratische als auch die kommunistische Partei stark vertreten waren - im Jahre 1933 im Peiner Luisenhof, dem heutigen Urania-Kino, befand. Das Gewerkschaftshaus wurde wie alle anderen der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 um Punkt 10 Uhr auf Befehl der Reichsführung besetzt und die Gewerkschaftsfunktionäre verhaftet. Insgesamt wurden in Peine 234 Frauen und Männer aufgrund politischer Gegnerschaft zum NS-Regime zu rund 305 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Zur Erinnerung an die Verfolgten und zur Mahnung wurde am Rand des Herzbergs ein Gedenkstein aufgestellt.

"Mit Hilfe dieses Projekts wurde uns vor Augen geführt, dass selbst unsere Region nicht von der Grausamkeit des NS-Regimes verschont blieb", resümierte Isabelle Hülsing nach Abschluss des Projekts.

Foto: Von links: Dave Stets, Anna-Lena Brand, Ricardo Preuten, Christine Kießling, Nina Flügel, Josefine Beims, Katharina Krueger, Isabelle Hülsing, Cinja-Carina Lehmann, Nathalie Rosebrock, Rowena Fuhr, Marcel Neumann, Niklas Arndt, Friederike zur Nieden. Fehlend: Caroline Kücke, Ian Bresch, Sayf Jaber, Pawel Buczma, Max Pekrul.

www.gymnasium-gi.de/files/files/Faecher/Geschichte/2_mai_1933.pdf 

Isabelle Hülsing, Juni 2011

 

Geschichtsexkursion der Klasse 5.6 am 13. November 2007

Über unseren Besuch im Rathaus Groß Ilsede – verfasst von der Reporterin Laura (Klasse 5.6)

Unsere Klasse 5.6 besuchte zusammen mit Frau Thomas und Frau zur Nieden in der Geschichtsstunde am 13.11.2007 das Rathaus Groß Ilsede. Nachdem wir im Rathaus angekommen waren, wurden wir von Herrn Nothnagel, der als Archivar arbeitet, begrüßt. Er führte uns in den Gemeindesaal, wo wir uns an ei-nen langen Tisch setzen durften. Dort sitzt normalerweise immer der Bürgermeister mit seinen Mitarbeitern. Nun warteten wir gespannt auf den Vortrag von Herrn Nothnagel.

Als Erstes zeigte er uns einige alte Papphefter, die viele alte Dokumente über die Ilseder Geschichte enthielten. Um jeden Hefter war der sogenannte Archivknoten gebunden. Diesen konnte man durch einen Trick öffnen und wieder schließen. Das hatten wir natürlich ausgiebig ausprobiert.

Als wir dann die Papphefter genauer ansahen, bemerkten wir verrostete Büroklammern. Herr Nothnagel erklärte uns, dass eigentlich kein Eisen im Papier sein dürfte, denn Eisen und auch Sonne wären viel zu gefährlich für die alten Dokumente. Neu war für uns auch die Haltbarkeitsdauer von Papier. Modernes Papier würde nur 30 Jahre halten, Papier aus vorangegangenen Jahrhunderten 3- bis 4-mal länger. Wir erfuhren, dass das Archiv im Rathaus seit 1985 existiert. Als es noch kein Archiv gab, lagerten alle Dokumente beim Bürgermeister. Das konnten wir uns aufgrund der Menge an Quellen kaum vorstellen.

Dann reichte Herr Nothnagel ein paar alte Bücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert herum, wie z. B. „Die Entstehung der Ilseder Hütte“. Das älteste Schriftstück, das wir in den Händen hielten, stammte übrigens aus dem 17. Jahrhundert. Wir hatten schon Schwierigkeiten, die Schrift überhaupt zu lesen. Diese ganz alten Dokumente gefielen uns am besten. Quellen über unser Gymnasi-um Groß Ilsede wurden uns leider nicht gezeigt. Zum Schluss stellten wir viele Fragen. Nicht jeder von uns kam dran, da die Zeit zu knapp war. Schade fanden wir, dass der Bürgermeister nicht da war. Wir hätten ihm auch gerne Fragen gestellt. Wir durften auch Fotos machen. Das war richtig klasse! Auf jeden Fall werden wir die Exkursion ins Rathaus Groß Ilsede nicht vergessen. Jederzeit dürfen wir Herrn Nothnagel in seinem Archiv aufsuchen. Ein großes Dankeschön an Herrn Nothnagel, der uns einen Einblick in die Archivar-beit ermöglichte.

Zum Schluss zeigen wir noch ein paar Fotos, die von unseren Fotografinnen Jasmin und Saskia gemacht wurden:

2113   2110   2125   2115

 

 

 
Unsere Geschichtsexkursion in das Museum
für Ur- und Frühgeschichte in Wolfenbüttel am 29.11.2011
Klasse 5.2
Reporterinnen: Lara Schwall und Sophia Oltmann
 
 
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5.2, fuhren an einem sonnigen Tag am 29. November 2011 mit dem Bus im Rahmen des Geschichtsunterrichts nach Wolfenbüttel in das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Als wir im Museum ankamen, sollten wir zuerst unsere Jacken und Rucksäcke in die Garderobe ablegen. Mit Schreibzeug und Fotoapparat bewaffnet, folgte dann unser Rundgang.
 
Als Erstes durften wir uns überall frei bewegen, dabei fotografierten wir ganz viel. Danach gingen wir dann als Gruppe durch die Räume des Museums. Robert, ein Archäologiestudent, hielt uns zunächst einen Vortrag über die Altsteinzeit. Während des Referats reichten wir einen nachgestellten Faustkeil herum. Wir schauten uns dann eine Figur eines Homo erectus mit einem echten alten Speer in der Hand an. In Schöningen wurden - wie wir erfuhren - sechs 310.000 Jahre alte Speere ausgegraben.
 
Nach dem Kurzreferat zu den Menschen allgemein in der Altsteinzeit gingen wir ein Stück weiter. An der Wand hing ein großes Bild, worauf ein Wildpferd von Urmenschen zerlegt wurde. Das machten die Menschen der Altsteinzeit folgendermaßen:
 
-         Als Erstes schlitzten sie den Bauch des Wildpferdes mit einem Faustkeil oder einer Messerklinge auf.
-         Als Zweites nahmen die Urmenschen das Fleisch heraus und zerteilten es.
-         Als Drittes garten sie es über dem Feuer oder der Glut.
-         Zum Schluss konnten sie das Fleisch essen.
 
Als Nächstes sahen wir ein riesengroßes Wandbild, vor dem ein Zelt bzw. eine Höhle aus Fell stand. Diese Fellhöhle war die Unterkunft der Altsteinmenschen, die noch nicht sesshaft gewesen waren. Das Gerüst bestand aus zahlreichen Knochen und darum wurde Fell von Rentieren gespannt. Auf dem Bild dahinter sahen wir eine Wasserstelle, an der sich viele Tiere aufhielten und tranken. Diese Wasserstelle nutzten aber auch die Menschen, die dort am Wasser lebten.
 
Das folgende Wandbild zeigte uns ein Baby-Mammut. Es war 4 Meter groß, ein ausgewachsenes Mammut erreichte die Größe von 6 bis 7 Metern. Die Menschen töteten die Mammuts mit Speeren oder Lanzen. Zum Töten stießen sie die Lanze oder den Speer in den Bauch des Mammuts. Die Menschen nutzten nahezu alle Teile des Mammuts:
 
-         Sie aßen die Augen und das Fleisch,
-         aus dem Fell fertigten sie Zelte oder Bekleidung an,
-         die Knochen verwendeten sie als Gerüst für ihre Behausungen.
 
Danach durften wir selbst Faustkeile herstellen. Wir gingen dabei wie folgt vor:
 
-         Zuerst nahm man sich ein in Wasser getränktes Stück Feuerstein und einen Schlagstein,
-         dann musste man sich eine Brille aufsetzen und
-         mit dem Schlagstein Stücke vom Feuerstein abschlagen.
 
Wir hatten immer nur sehr kleine Stückchen abbekommen, aber dann hatten wir doch noch ein größeres abgeschlagen. Wir durften mit dem abgeschlagenen Stück versuchen, Fell durchzuschneiden. Das war sehr schwierig gewesen. Die kleinen Steinstückchen nahmen wir mit nach Hause.
 
Jetzt wechselten wir den Museumsbereich und sahen uns etwas aus der Jungsteinzeit an. Auf dem großen Wandbild betrachteten wir ein Dorf. Die Menschen hatten damals schon richtige Häuser aus Lehm, Holz und Ästen gebaut. Die Wände fertigten sie mit einem Flechtwerk an, das Dach bedeckten sie mit Stroh, das 20 bis 30 Jahre hielt. Die Menschen der Jungsteinzeit züchteten bereits Hunde, Schafe, Rinder und Schweine. Sie lebten immer am gleichen Ort und waren - im Unterschied zu den Altsteinmenschen - keine Nomaden mehr. Sie stellten Krüge aus Ton mit der Wulsttechnik her. Die Krüge wurden über dem Feuer getrocknet.
Die Menschen in der Jungsteinzeit beklebten die Hirschgeweihenden mit kleinen Faustkeilsplittern, die man schon früher als Sichel bezeichnete. Diese war sehr spitz und scharfkantig.
Dann durften wir selbst Mehl mahlen. Wir legten einige Getreidekörner auf einen flachen Stein. Mit einem anderen Stein zermahlten wir die Körner. Das Mehl war zwar nicht so fein wie gekauftes, aber es war trotzdem schon richtiges Mehl. Wir durften es mit nach Hause nehmen.
 
Die Menschen hatten damals schon Gräber für ihre Toten. Es waren große Gräber zu sehen, in denen sehr viele uralte Knochen lagen. Es gab aber auch kleinere Gräber, worin nur ein Mensch zu sehen war. In einer Vitrine lag ein komplettes Menschenskelett, bei dem aber der Schädel fehlte. Dieser wurde gerade archäologisch untersucht. Statt des Schädels sahen wir dafür eine Fotografie. Neben dem Menschenskelett lag auch noch ein Krug als Grabbeigabe.
 
Danach war der Museumsrundgang schon zu Ende. Wir holten unsere Sachen und wollten in den Bus steigen. Der kam leider etwas später als erwartet. Wir fuhren dann wieder nach Groß Ilsede zur Schule zurück.
 
 
Der Ausflug hat uns sehr viel Spaß gemacht und ist sehr interessant gewesen.

F A S Z I N A T I O N   G E S C H I C H T E

"Man muss die alten Zeiten gekannt haben, um etwas Gutes an den neuen zu finden."

Golo Mann

 

Historisches Lernen am Gymnasium Groß Ilsede

Geschichte liegt vor der eigenen Haustür – allerdings stellt sich dabei immer wieder die Frage, wie und wonach man sucht. Die Möglichkeiten reichen von der lokalen Erkundung und der Befragung über die Bild- und Textquelle bis hin zur Karikatur, dem Plakat oder sogar der Aufnahme von Romansequenzen im Geschichtsunterricht. Daneben sollte auch Raum bleiben für Kreativitätsübungen, für fiktives Fabulieren, statt notwendigem faktenbezogenen Verfassen von Sachtexten.

Der historische Lernprozess setzt aber auch einen subjektiv-erlebnishaften Zugang zur Umwelt und Lebenspraxis voraus. 

Daraus ergibt sich auch die Notwendigkeit, dass der Geschichtsunterricht am Gymnasium Groß Ilsede auch einen Beitrag zur Ausprägung eines Geschichtsbewusstseins und zu kritischer historischer Identität leisten soll. Er soll also auch dazu dienen, die Persönlichkeit der Schülerin und des Schülers weiterzuentwickeln. Im Geschichtsunterricht werden deshalb die Grundlagen der gegenwärtigen Existenz von Mensch, Gesellschaft und Staat sowie Wissenschaft und Kultur in ihren historischen Ursprüngen bzw. Dimensionen thematisiert. Diese werden in ihrer zeitlichen Entwicklung untersucht und im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gegenwart beurteilt. Damit soll aber nicht nur eine mögliche Handlungsanleitung für die Gegenwart vermittelt werden, sondern es wird auch problematisiert, inwiefern die Vergangenheit auch für die Zukunft relevant werden kann. Mit der Analyse der historischen Entstehungsbedingungen gegenwärtiger Zustände, Denkweisen und Entscheidungen leistet der Geschichtsunterricht schließlich auch einen Beitrag zur politischen Bildung

Bei der Verwirklichung dieser Ziele sind aber einige inhaltliche wie methodische Aspekte zu bedenken. Weil die Geschichte der Menschen außerordentlich umfassend, vielfältig und schließlich auch unendlich ist und ein vollständiger Überblick und eine lückenlose Chronologie nicht erreicht werden können, ergibt sich für den Geschichtsunterricht die Notwendigkeit der Strukturierung und Schwerpunktsetzung entsprechend dem Alter der Schülerinnen und Schüler; auch wegen der begrenzten Unterrichtszeit bedarf es der Auswahl und Gewichtung der Inhalte. Auch muss im Unterricht beispielsweise die umfassende historische Neugier jüngerer Jahrgänge genauso beachtet werden wie die notwendige Einübung und Überprüfung vorwissenschaftlicher Fragestellungen in der Sekundarstufe II. Der Einsatz moderner Medien wie Ton- und Filmträgern und des Internets ist ebenfalls Bestandteil der weiter zu entwickelnden Methodenvielfalt und ist gleichbedeutend etwa mit historischen Primär- und Sekundärquellen und mit Karten-, Bild- und Folienmaterialien.

                 

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Orignalquelle 17. Jh. Rathausarchiv Ilsede, aufgenommen während eines Schülerprojektes "Historisches Lernen an Originalquellen"

 

 

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