altHelge Meyer
 
geb. 1969 in Woltwiesche
verheiratet und ein Kind
Studium der Kulturwissenschaften in Hildesheim (Diplom)
Promotion an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste in Stuttgart im Bereich Kunstwissenschaft (Titel der Dissertation: Schmerz als Bild- Leiden und Selbstverletzung in der Performance Art).
 
Ich beschäftige mich seit Mitte der 80er Jahre mit Aktionskunst. Durch erste Versuche im Bereich des experimentellen und absurden Theaters entwickelte ich langsam ein dauerhaftes Interesse (sowohl praktisch als auch theoretisch) an der Kunstform Performance Art. Seit 1999 bin ich international als Performer aufgetreten und habe sowohl in Duos, als auch in Gruppen und solo gearbeitet. Über eine lehrende Praxis in Form von Workshops und als Gastdozent an verschiedenen Universitäten und Kunsthochschulen, bin ich im Jahr 2007 zum Beruf des Lehrers für Kunst und Darstellendes Spiel gekommen.
 Im Fach Darstellendes Spiel versuche ich, den Schülern über einfache Übungen zu den Themen Wahrnehmung, Raum, Zeit und Körper ein gewisses Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sich theatrale Inszenierungen verwirklichen lassen. Im Vordergrund steht, nach meiner Auffassung, ein Selbstbewusstsein bei den Teilnehmern entstehen zu lassen, welches sie experimentell im Spiel einsetzen können. Es geht mir darum, Szenen von und mit den Schülern entstehen zu lassen, die sich mit ihrer Lebenswelt beschäftigen und einen neuen Blick auf eben diese Welt zulassen. Darstellendes Spiel sehe ich als ein Feld, in dem sich spielerische Annährungen an dramatische Vorlagen mit der Bildenden Kunst und Improvisation zu einem neuen „Bühnengeschehen“ vermischen können, bei welchem den Schülern grundlegende Aspekte von „Theatersprache“ vermittelt werden können. Die Praxis steht im Vordergrund, wird jedoch von einer theoretischen Vermittlung grundlegender theatergeschichtlicher Aspekte flankiert und gibt den Schülern so die Möglichkeit, die eigene Arbeit anhand von theoretischen Kriterien zu positionieren. In erster Linie sehe ich das Fach Darstellendes Spiel als eine Chance, mit den Schülern und durch die Schüler eine tatsächlich „neue Sicht“ auf die Bühne zu bringen!
 

 

 

 

 

Friederike zur Nieden

Deutsch/Geschichte/Darstellendes Spiel

 Frau zur Nieden

            Aktivitäten

 

 

Seit dem Schuljahr 2009/2010 unterrichte ich mit großer Begeisterung Jugendliche der Kursstufe im Fach „Darstellendes Spiel“.

Meine ersten theaterpädagogischen Erfahrungen am Gymnasium Groß Ilsede habe ich mit jüngeren Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe gemacht. Am Tag der offenen Tür (01.03.2008) führte die Lerngruppe die Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ auf. Die Aufführung dieses selbstverfassten Stücks hatte den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet, so dass wir uns - ein Jahr später - spontan dazu entschlossen, eine Minikriminalkomödie mit dem Titel „Wo ist Kai?“ am Tag der offenen Tür (20.03.2009) dem Publikum zu präsentieren.

In der Projektwoche im Juni 2008 wurde von Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe das Stück „Till Eulenspiegel als Kunstmaler“ aufgeführt. Es stand dabei weniger das Textauswendiglernen im Vordergrund, sondern vielmehr die Fähigkeit, Eulenspiegels Erlebnisse geschickt zu improvisieren.

Seit 2008 bin ich Leiterin der Theater-AG der Sekundarstufe I und betreue einmal wöchentlich Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Stücke, wie „Schminke, Tomatensaft und Rumgezicke“ oder „Die Krone des Königs Schaschlik“, konnten erfolgreich im Rahmen der 40./41. Schultheaterwoche in Braunschweig im Mai 2009/2010 aufgeführt werden.

Ich habe Folgendes in meiner bisherigen Theaterarbeit beobachtet: Das Fach „Darstellendes Spiel“ stärkt genau gerade die Kompetenzen, die wir heutzutage vermehrt brauchen, um ums den vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft zu stellen und ein einigermaßen selbstbestimmtes Leben führen zu können. Theaterunterricht fördert unter anderem soziale und emotionale Intelligenz, Kreativität, Fantasie, Teamgeist, Selbstvertrauen, Ausstrahlung, Verantwortungsbewusstsein, Beziehungsfähigkeit, Empathie, selbständiges Denken, Spontaneität, Durchsetzungsvermögen, konfliktlösendes Verhalten.

Insgesamt gesehen, hat somit das Fach „Darstellendes Spiel“ einen herausragenden Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler.